Mehr als 500 Tage des umfassenden Krieges in der Ukraine sind vergangen, doch humanitäre Hilfe bleibt nach wie vor das dringendste Thema für die Bevölkerung und die Binnenvertriebenen in Nikopol.


Hier – in der Stadt der unbeugsamen Menschen – herrschen derzeit schwierige Überlebensbedingungen: täglicher und nächtlicher Artilleriebeschuss sowie Wassermangel durch die Sprengung des Wasserkraftwerks Kachowka durch die Besatzer. Doch trotz aller Widrigkeiten leben die Menschen weiter, die Behörden arbeiten, und humanitäre Stiftungen helfen.


Am vergangenen Wochenende besuchten Vertreter der NRO „Khart“ eine Unterkunft für Binnenvertriebene in Nikopol. Dort werden seit Anfang Juni im Rahmen des Programms „Razom my – Shelter“ (Gemeinsam sind wir ein Zufluchtsort) 90 neue Kunststofffenster installiert. Derzeit sind fast alle Fenster bereits eingebaut. In Kürze beginnen die Arbeiten an den Laibungen und die Montage der Fensterbänke.


Während der Montagearbeiten kamen die Bewohner des Wohnheims mehrfach auf die Vertreter der NRO „Khart“ zu, um ihren Dank auszusprechen, denn der vergangene Winter war streng. Nun können die Menschen der kalten Jahreszeit mit Wärme und Behaglichkeit entgegensehen.


Besonders hervorzuheben ist auch die Arbeit der Montageteams. Die Männer arbeiten vom frühen Morgen bis in die Nacht, sogar während des Luftalarms. Denn das Wohl der Heimbewohner hat oberste Priorität.


Das Projekt „Ausstattung von Unterkünften zur Verbesserung der Wohnbedingungen von Binnenvertriebenen und von Kriegshandlungen betroffenen Menschen“ wird von der Nichtregierungsorganisation „KHART“ im Rahmen des Programms „Razom my – Shelter“ umgesetzt, das von der East Europe Foundation mit Unterstützung des Ukraine Humanitarian Fund – OCHA Ukraine durchgeführt wird.